Doktorarbeit,  Monatsrückblicke

So war mein September 2020: eine Achterbahnfahrt mit Höhenflug!

September, ich verneige mich vor dir. DU warst ein fantastischer Monat. Von der emotionalen Achterbahnfahrt bis zum Höhenflug war eigentlich alles dabei.

Eine Achterbahn namens Schule.
Bitte anschnallen.

Am 12. August 2020 wurde ich plötzlich Schulkind-Mama

und obwohl ich das natürlich schon lange vorher wusste, kam es doch einigermaßen überraschend, so ähnlich wie das bei Weihnachten ist.

 Da wir uns für eine ‚freie‘ Schule entschieden haben, gab es keine Kindergartenkumpels, die unserer Tochter unterstützend zur Seite gestanden hätten. Und wegen Corona durften Eltern auch nicht aufs Schulgelände. 
Also war das Kind ziemlich schnell ziemlich alleine in einer ziemlich neuen Situation. 
Das war eine anstrengende Zeit, die ganz viel Kraft auf allen Seiten gekostet hat. Bei mir ging es dabei darum meine Gefühle nicht mit denen meiner Tochter zu vermischen
Ich wusste genau wo der Schuh drückt und ich wusste auch, dass meine Haltung das Potential hatte zum echten Game Changer zu werden. 

Triff deine Entscheidung:
Mitleiden oder Mitfühlen?

Es ging um Mit-leiden oder Mit-fühlen. Meine Entscheidung war klar, ich wollte nicht leiden, aber konnte ich das auch umsetzen? Wenn morgens die Tränchen 

flossen oder nachmittags, war ich da, authentisch, empathisch und mit viel Präsenz. Das wiederum konnte ich nur leisten, weil ich in dieser Zeit noch bewusster als sonst darauf geachtet habe, dass mein Akku voll ist, dass es mir gut geht, so dass ich überhaupt in der Lage war authentisch Kraft zu spenden. 

Der eigene Akku muss aufgeladen sein. Sonst geht nichts.

So habe ich es geschafft die vielen emotionalen Befindlichkeiten von meiner Tochter, mir und den restlichen Familienmitgliedern gut auseinander zu halten. Darauf bin ich stolz. Und was soll ich sagen: Vergangenheit. Das alles lief im August ab. Der September war der Erntemonat (wie passend!).

Achtung Achtung!
Hier platzt ein Knoten!

Irgendwann platzte nämlich der Knoten. Ich bin mir sicher auch aufgrund des außerordentlichen Schulkonzepts (dazu an anderer Stelle später mehr!).

 Erste Kontakte wurden geknüpft, die Essensausgabe war kein Horrorszenario mehr fürs Kind und die Spielverabredungen und der Wunsch nach einer längeren Zeit in der Schule häuften sich. 

Das war und ist fantastisch. Und ich habe dafür gar nicht geackert. 

Ich habe nichts weiter getan als dem Prozess zu vertrauen, bei mir zu bleiben ohne zu ego-zentriert zu werden. 

Ich habe nur meine Tochter supportet, ohne sie in eine „Opferrolle“ schlüpfen zu lassen oder ihr Dinge abzunehmen, die sie selber kann. 

Danke September, dafür, dass du Erntemonat bist!

Berufliche Ebene - Durchstarten als Trainerin im Bereich Lehrergesundheit

Beruflich war im September auch einiges los. Auf dem Foto seht ihr den Briefumschlag mit dem Stempel des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg

Der erste große Auftrag, den ich, gemeinsam mit Silvia, von ‚außerhalb‘ an Land gezogen habe. 

Silvia ist meine Partnerin in puncto: Schullandschaft braucht Achtsamkeit und Empathie und es macht wahnsinnig viel Spaß mit ihr zusammenzuarbeiten. 

Eine große Ehre - wir sind Kick-Off eines großen Events

Und für das LISUM durften wir auch direkt in die Vollen gehen: am digitalen Gesundheitstag

hatten wir die Ehre den ‚Kick Off‘ geben zu dürfen und zusätzlich einen Workshop zum Thema Achtsamkeit und 

Stressmanagement anzubieten. Es waren zwei großartige Tage mit tollen und inspirierenden Lehrkräften. Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr mit dem LISUM zusammenarbeiten können. 

Wenn das Ministerium zweimal klingelt

Außerdem haben wir zwei Aufträge des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein (MBWK SH) bekommen, in denen wir zwei unterschiedliche Impuls-Seminare speziell für Schulleitungen angeboten haben. 

Auch das war eine inspirierende und bereichernde Tätigkeit und auch hier hoffe ich auf eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.

Mein Interview startet in den Pretest

Morgen am 28. September 2020, geht mein selbst entwickeltes, leitfadengestütztes Interview für meine Dissertation in den Pretest.

Ich bin wahnsinnig aufgeregt. Alle mir zur Verfügung stehenden Lehrpersonen, seien es Freunde, ehemalige Kolleg*innen oder Alumni aus unseren Fortbildungen werden ‚dran glauben‘ müssen. Morgen habe ich das Vergnügen mit einer fantastischen Lehrkraft aus unserem allerersten Leuchtfeuer – Kurs im Mai 2020. Ziel ist es etwas Übung zu bekommen im Interviewen, zu sehen, ob die Fragen „sitzen“, um am Ende vielleicht noch etwas zu optimieren und umzustellen.

Coming next....

Oktober. Mit Herbstferien in Dänemark. Darauf freue ich mich schon.

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