Doktorarbeit,  Team Wissen

Was ist eine Antinomie?

Und was hat sie in der Schule verloren?

So, dieser Artikel ist überfällig. Warum, weil das ganze Thema komplett überfällig ist. Ich will ja nicht jammern, aber ich habe 5 Jahre Lehramt studiert, 18 Monate Referendariat gemacht und bin seit über 10 Jahren Lehrerin und da muss ich tatsächlich per Zufall erst auf einen Artikel von Ewald Terhart stoßen? Im Ernst?

Fangen wir vorne an: Eine Antinomie ist definitionsgemäß nichts weiter als ein Widerspruch. Exakter: eine Wahrheit, die im Moment ihres Aussprechens direkt wieder negiert wird. Also nichts unbedingt Nettes.

 

Antinomien von Anfang an

Fangen wir vorne an: Eine Antinomie ist definitionsgemäß nichts weiter als ein Widerspruch. Exakter: eine Wahrheit, die im Moment ihres Aussprechens direkt wieder negiert wird. Also nichts unbedingt Nettes.

Antinomien in der Schule

Und Antinomien gibt es in Schule tatsächlich mehrere. Sie sind strukturell bedingt und lassen sich auch vom allerbesten Pädagogen der Welt nicht wegzaubern. Und die Antinomien in Schule, die denken sich so ungefähr

 „Wir sind gekommen um zu bleiben. Und wenn wir schon mal da sind, dann machen wir auch Stunk – ist ja schließlich ne Schule hier!“

Naja, so oder so ähnlich. Ich weiß es nicht genau. Aber ich stelle die Behauptung auf, dass Antinomien oftmals eine nie enden wollende Quelle von Unzufriedenheit und Frust auf Seiten der Lehrkräfte darstellen.

Antinomie = Minus-Energie

Die Lehrkräfte rackern sich in meinen Augen dann gerne ab, um endlich ein Gefühl von Verbundenheit, Ganzheit, Harmonie spüren zu können. Und endlich loszukommen von einer unbestimmten Form der Zerrissenheit, dem Gefühl nie gut genug zu sein, im Unterricht, in der Methodik, in der Interaktion, in der Organisation, im Aufbau von Nähe, in der Distanz zu den Schülern, dem Job, den Kollegen, den Eltern und und und und und und und…..

Lehrer wissen eben doch nicht alles

Das zieht an den Nerven wie verrückt. Und es gibt ERSTMAL keine LÖSUNG. Aber in meinen Trainings stelle ich immer wieder Folgendes fest:

 

Erzählt man Lehrkräften von der Existenz dieser Antinomien und betont, dass diese dazu gehören, unauflösbar sind und es NICHT IHRE VERANTWORTUNG ist diese zu lösen, dann stellen sich auf einmal unerwartete Momente der Erleichterung ein. Immer wieder kommt das Feedback: Danke für die Info zu den Antinomien!

Wissen ist Macht

Es kann so einfach sein. Wissen ist Macht. Und Loslassen von den Ansprüchen, die Gesellschaft, man selbst und irgendwelche Idealvorstellungen von Schule an uns stellen, gehört in meinen Augen zur ersten, obersten professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften.

 „Go! Tell your colleagues“

Die Antinomien im Detail, gibt es hier in diesem Artikel.

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